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Zu Besuch in der Weltstadt Dalby

Flashback 2013

In unserem Work & Travel Jahr in Australien haben wir (man glaubt es kaum) auch gearbeitet. Eine unserer (zugegebenermaßen überschaubaren) Arbeitsstellen war das Gallery Motor Inn, ein Motel in Dalby, im Bundesstaat Queensland. Wir verbrachten zwei Monate damit Wände, Rohre und Böden zu streichen, sowie Rasen zu mähen, zu gießen, Unkraut zu jäten, Büsche zu schneiden und diverse Sachen zu reparieren. Einfach alles, damit es draußen tipp topp aussah. Wir wurden kulinarisch vom Motel versorgt und verbrachten auch viel Zeit mit der Familie, die das Motel führt. Sie alle wuchsen uns sehr ans Herz und wir versprachen auch im kleinen Dalby wieder vorbeizuschauen, falls wir jemals wieder in Australien sind. Gesagt, getan. Wir buchten also einen Flug von Darwin nach Brisbane, buchten dort ein Auto und wurden von Mark mit offenen Armen in Dalby empfangen. Die Kinder und seine Frau Kathleen wohnen inzwischen nicht mehr dort. Mark quartierte uns in einem der Motelzimmer ein und stellte uns seinem neuen Mitbewohner vor. Benn ist ein Australier, wie er im Buche steht. Braun gebrannt und immer gut drauf.

Wieder im Gallery Motel Inn zu weilen war tatsächlich etwas wie nach Hause kommen, schließlich haben wir hier auch zwei Monate gelebt. Wir übernachteten zwar auf dem Campingplatz in unserem Van, jede andere Minute des Tages verbrachten wir aber im Motel. Natürlich arbeiteten wir keine 16 Stunden am Tag. Nach der Arbeit duschten wir kurz und fuhren dann zum Essen ins Motel zurück. Wir saßen in der Barbecue Area (da gab es Barbecue, Tisch, Stühle, Überdachung und Licht) und manchmal auch bei Mark im Wohnzimmer und aßen oder nutzen das WLAN. Wenn wir drinnen waren, unterhielten wir uns mit den Kindern oder, wenn diese im Bett waren, mit Mark und Kathleen. Da ging es dann über das Leben in Deutschland und Australien und alles was einem so einfällt. Es war immer unterhaltsam, oft witzig und meistens sehr lehrreich.
Wir haben in diesem Motel auch sehr viel gestaltet. Als wir über das Gelände gegangen sind dachte ich „das hab ich gestrichen, das auch, das ebenso, und das könnte ich mal nachstreichen“. Ich hab natürlich aber nix nachgestrichen. Wir waren viel zu beschäftigt!

An unserem ersten Abend besorgte Mark uns Tickets für einen australischen Comedian, der in Dalby auftrat und im Gallery Motor Inn übernachtete. Es handelte sich um Paul Fenech, der den Charakter Franky in der australischen Serie Housos spielt. Die Housos ist die australischen Version der niederländischen Parodieserie „New Kids“. Man kann sich also vorstellen wie niveauvoll unser erster Abend in Dalby war. 😉 Es war trotzdem lustig.

Am Samstagmorgen fragte Benn uns, ob wir mit ihm Dave, einen Freund von ihm, besuchen wollen. Daves Eltern besitzen eine Farm die er uns zeigen konnte. Wir sahen Schafe, Baumwollfelder und Schweine. Es war sehr interessant. Den Abend verbrachten wir zunächst mit einem australischen Barbecue bei Dave. Wichtig in Australien: Never touch the host’s barbecue! Selbst wenn die Steaks brennen. Diesen Rat von Benn beherzigten wir, als Dave seinen großen Gasgrill anmachte. Es war so viel Fett auf dem Grill (das natürlich Feuer fing), dass die Flammen das Dach der Veranda schwarz färbten. Es ist aber noch alles gut gegangen und so schlugen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Echtes australisches Barbecue und ein gemütliches Lagerfeuer.

Da wir den Rest des Samstagabends zurück in Dalby im Pub ausklingen ließen, verschoben wir unseren Besuch der Bunya Mountains auf Montag. Die Bunya Mountains sind eine kleine Gebirgskette ca. eine Stunde von Dalby entfernt.

Ansonsten haben wir ausgeschlafen, unsere Rucksäcke ausgeräumt und alles gewaschen, und alles erledigt was sonst noch so anfällt.
Und schon sind fünf Tage um! Schon mussten wir uns schweren Herzens von Mark, Benn und Liv (Benns Freundin), sowie den Hunden Cheeky und Trigger, verabschieden. Damit ging auch unsere Zeit in Australien wieder zu Ende. Von Brisbane aus flogen wir nach Vancouver. Aber davon erzähle ich ein anderes Mal.

Tschüss, Cheeky und Trigger!

 

2 Kommentare

  1. Birgit Horn Birgit Horn

    Wie süß sind denn die beiden Hunde!! Irrer Kopfschmuck – black & white – Ist die Frisur bei den Hunden echt?

    • nathalie nathalie

      Ja, da ist alles echt. 😀 Die müssen aber auch mal wieder zum Friseur.

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